Männer ab 50 haben häufig Prostatabeschwerden

Männer ab 50 haben häufig Prostatabeschwerden

axa-kranken.de No Comment
Gesundheit Vorsorge Wissen

Die Prostata ist ein kleines Organ und kann doch große Probleme verursachen. Sie wiegt nur ca. 20 g und ist etwa so groß wie eine Kastanie. In die Beckenbodenmuskulatur eingebettet, umschließt sie die Harnröhre. Die wichtigste Funktion der Prostata ist die Produktion eines Sekrets, das bis zu 30% der Samenflüssigkeit ausmacht. Dieses erhöht nicht nur die Lebensfähigkeit der Spermien, sondern löst auch ihre Bewegungsfähigkeit aus. Später im Leben kann dieses nützliche kleine Organ allerdings auch schwerwiegende Probleme hervorrufen.
Ein weitverbreitetes Problem.

Über die Hälfte der Männer über 50 haben Probleme mit ihrer Prostata. Dies muss allerdings nicht in jedem Fall Krebs bedeuten. Viel häufiger sind gutartige Wucherungen, die zu einer Vergrößerung der Prostata führen. Diese treten bei jedem zweiten Mann zwischen 40 und 60 Jahren auf. Bei Männern zwischen 60 und 80 Jahren sind 75% betroffen und bei Männern über 80 sind es sogar 90%. Anders als beim Krebs verursacht hier die Prostatavergrößerung selbst keine Beschwerden.
Allerdings drückt das vergrößerte Organ auf die Harnröhre, was in vielen Fällen Probleme hervorruft. Zunächst wird das vollständige Entleeren der Blase beim Urinieren immer schwieriger. Dies kann dazu führen, dass in der Blase Restharn zurückbleibt, der Bakterien einen Nährboden bietet. Häufig sind Harnwegsinfektionen die Folge. Bleibt das Problem länger unerkannt und unbehandelt, können auch die Nieren in Mitleidenschaft gezogen werden. Deshalb ist es absolut notwendig, beim ersten Anzeichen von Beschwerden einen Arzt aufzusuchen.

Symptome und Behandlung von Prostataproblemen

Die ersten erkennbaren Symptome einer Prostatavergrößerung sind meist Schwierigkeiten oder sogar Schmerzen beim Urinieren, Nachtröpfeln von Urin sowie häufigerer Harndrang. Männer über 45 sollten außerdem regelmäßig, möglichst einmal im Jahr, eine Prostatauntersuchung durchführen lassen, um eventuelle Anomalien sofort zu erkennen. Behandelt wird eine Prostatavergrößerung zunächst mit Medikamenten. Zu Operationen wird nur in einigen Extremfällen geraten. Um die Probleme durch Nachtröpfeln von Urin zu minimieren, gibt es viele Inkontinenzprodukte, die helfen, im Alltag ohne Einschränkungen zu leben. Informationen dazu finden Sie in der nächsten Apotheke oder Drogerie.